Katzenweisheiten: Buchtipp für einfühlsame Katzenflüsterer

Sabine Kauffeld schreibt Katzenweisheiten über ihre sechs Katzen

Sie heißen Max, Sushi, Ronja, Lunis, Ricky und Benny. Diese sechs illustren Charaktere diskutieren, philosophieren, streiten, klopfen humorvolle Sprüche und trösten von Zeit zu Zeit ihre „Chefin“ Sabine. Alle sechs haben flauschiges Fell, gehen auf vier Pfoten durchs Leben und bringen im Buch Katzenweisheiten: Gespräche aus dem Revier (erschienen im BoD Buchshop) Sabine Kauffelds Leserschaft garantiert zum Schmunzeln.

Autorin mit Pflegestelle für Katzen

Buchcover von Katzenbuch von Sabine Kauffeld
Buchcover von „Katzenweisheiten“

Katzenweisheiten basiert auf Beobachtungen aus dem Alltag mit den sechs Katzen, die auch im realen Leben existieren und die Autorin zu ihrem Buch inspiriert haben. Auf dessen Seiten werden sie mit einigen Schwarzweiß-Fotos vorgestellt. Das Revier ist ein kleines Haus mit Garten in Potsdam. Hier trifft das lebhafte Rudel immer wieder auf in Not geratene „Pflegies“ wie den alten, kranken Perserkater Mo oder mutterlose Kitten.

Seit über zehn Jahren bietet Sabine Kauffeld ihr Heim verschiedenen Tierschutzvereinen als Pflegestelle an. Laut eigener Aussage hilft sie ihren Schützlingen, wieder gesund zu werden und Vertrauen zu Menschen zu fassen. Manche dieser Gäste sind geblieben, während andere ein neues Zuhause gefunden haben. All diese Geschichten haben der Autorin gezeigt, dass das Zusammenleben mit Katzen oft Fingerspitzengefühl erfordert – und empathisches „Zuhören“.

Die Protagonisten aus Katzenweisheiten

Das Buch Katzenweisheiten liest sich wie ein komödiantisches Theaterstück, in dem die sechs Protagonisten und Sabine in szenischen Dialogen miteinander sprechen. Dabei spielt jede Katze ihre Rolle mit allen besonderen Eigenheiten:

Der Häuptling Max

Ordnung und Struktur gehen dem norwegischen Waldkater Max über alles. Er hat das Sagen über den Haushalt und pinkelt auch mal auf Sabines Laptop, wenn sie zu viel arbeitet und er nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die einem Häuptling gebührt. Max sorgt für Sicherheit und feste Abläufe im Rudel, damit jede Katze weiß, wo ihr Platz ist und wie man sich in einem hierarchischen System benimmt.

Die Chefin Sushi

Die Maine Coon-Dame Sushi ist der weibliche Gegenpart zu Max. Auf den ersten Blick mag sie arrogant wirken, doch manchmal bekundet sie ehrliche Sympathie. Haltung und Würde sind Sushis Grund-Prinzipien. Außerdem wünscht sie sich Ruhe, regelmäßige Mahlzeiten und einen Platz mit Aussicht. Rebellion liegt ihr fern – für Sushi zählt Respekt mit Stil.

Die Träumerin Ronja

Ronja scheint lange nachzudenken und in Träumereien zu schwelgen, während sie aus dem Fenster schaut und das Leben im Garten beobachtet. In den Dialogen aus Katzenweisheiten tritt sie als tiefgründige Philosophin auf. Sie ist am liebsten leise und empfindet Glück, wenn Sonnenstrahlen auf ihr Fell fallen.

Der Draufgänger Ricky

Der Britisch-Langhaar-Kater Ricky bringt Leben in die Bude und ist laut Sabine ein „echter Berliner“, der bis kurz vor Ende des Buches frech berlinert. Der Wirbelwind klaut Haargummis, ist verrückt nach Snacks und fordert das Rudel immer wieder mit flotten Sprüchen und seiner Intelligenz heraus. Auf einem seiner Streifzüge durch die Nachbarschaft verirrt er sich und landet kurz im Tierheim …

Das Kuschelmonster Lunis

Ein großes Herz schlägt unter dem Fell des Orientalisch-Kurzhaar-Katers Lunis, der ganz viel Nähe sucht und deshalb den Spitznamen „Pattex“ trägt. Wegen fauler Zähne hat das Kuschelmonster nur noch einen Zahn im Mund, so dass es beim Reden charmant nuschelt. Lunis‘ Lieblingsplatz befindet sich unter der warmen Decke an Sabines Seite.

Der Ruhepol Benny

Auch Benny gehört der Rasse Orientalisch-Kurzhaar an. Er wurde bewusst ins Rudel geholt, um Lunis Gesellschaft zu leisten. Der sanfte Ruhepol stammt aus einer Zucht, in der es seine einzige Aufgabe war, Kitten zu zeugen. Als der Neue im Haushalt darf er sich endlich erholen und unter den Katzen für Ausgleich sorgen. Bennys Schwäche: Essen. Deshalb hört er ab und zu folgenden Satz von Sabine: „Benny, du bist verfressen.“



Sprechen Katzen wirklich mit Menschen?

Katzenweisheiten ist ein Buch für Menschen, die Katzen wirklich lieben und die Empathie besitzen, ihre Sprache zu verstehen. Wie Sabine Kauffeld ihren Häuptling Max in einer letzten Anmerkung betonen lässt, sind sämtliche Dialoge Fiktion. Er erklärt: „Wir Katzen sprechen nicht. Zumindest nicht so, dass ihr Menschen uns in eurer Sprache versteht.“

Liebevolle Katzenflüsterer haben jedoch das Einfühlungsvermögen, Blicke, Gesten, Schnurren und die stummen Worte zwischen den Zeilen zu deuten. Es ist offensichtlich, dass die jahrelange Erfahrung mit Katzen die Autorin gelehrt hat, die Bedürfnisse und Meinungen in ihrer bunt gemischten Katzenfamilie instinktiv zu fühlen. (as)

Titelbild: Leonardo.ai (von künstlicher Intelligenz erstellt)

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